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Vorteile der Krankengymnastik am Gerät (KGG) bei verschiedenen Krankheitsbildern

Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist weit mehr als „Training an Maschinen“. Sie ist eine gezielte, therapeutisch angeleitete Form des Krafttrainings, die bei vielen orthopädischen und chronischen Beschwerden eingesetzt wird. Der große Vorteil: Belastung, Bewegungsausmaß und Intensität können exakt an das jeweilige Krankheitsbild angepasst werden.


Krankengymnastik am Gerät (KGG) mit Gewichten zur Kräftigung der Muskulatur bei Rücken- und Gelenkbeschwerden

Warum Training an Geräten sinnvoll ist

Geräte ermöglichen ein sicheres und kontrolliertes Training, auch bei Schmerzen, nach Operationen oder bei längerer Inaktivität. Durch geführte Bewegungen können Muskeln gezielt gekräftigt werden, ohne Gelenke unnötig zu belasten. Gleichzeitig lässt sich der Trainingsfortschritt objektiv steigern – ein wichtiger Faktor für nachhaltige Verbesserungen.


Für welche Krankheitsbilder ist Krankengymnastik am Gerät besonders geeignet?

KGG zeigt gute Effekte unter anderem bei:


chronischen Rücken- und Nackenschmerzen

Arthrose von Knie, Hüfte oder Schulter

Bandscheibenbeschwerden

nach Operationen (z. B. Knie- oder Hüft-TEP, Schulter-OPs)

muskulären Dysbalancen und allgemeiner Kraftminderung


Gerade bei chronischen Beschwerden ist gezielter Muskelaufbau entscheidend, um Gelenke zu entlasten und den Alltag wieder besser bewältigen zu können.


Was sagt die Wissenschaft?

Eine Übersichtsarbeit zur Bewegungstherapie bei chronischen Rückenschmerzen zeigt, dass kraftorientierte Trainingsprogramme die Schmerzen reduzieren und die Funktion deutlich verbessern können (Hayden et al., 2019). Entscheidend ist dabei ein progressives Training, bei dem die Belastung schrittweise gesteigert wird – genau das ist mit Geräten besonders gut möglich.


Auch bei Arthrose bestätigen Studien, dass gezieltes Krafttraining die Schmerzen senkt und die Belastbarkeit der Gelenke erhöht, unabhängig vom Alter der Patientinnen und Patienten. Entscheidend ist nicht Schonung, sondern angepasstes Training.


Fazit

Krankengymnastik am Gerät verbindet Therapie und Training. Sie ist sicher, individuell dosierbar und wissenschaftlich gut belegt. Starke Muskeln schützen Gelenke, reduzieren Schmerzen und verbessern die Funktion – bei vielen Krankheitsbildern nachhaltig.


Richtig angeleitet ist KGG kein Risiko, sondern eine der wirksamsten Formen aktiver Therapie in der Physiotherapie.


Quellen:

Hayden, J. A., Ellis, J., Ogilvie, R., Malmivaara, A., & van Tulder, M.W. (2019). Exercise therapy for chronic low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews 2021, 9 (CD009790). https://doi.org/10.1002/14651858.cd009790.pub2.

 
 
 

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